Rote Flüh Wanderung im Tannheimer Tal – mein erster Gipfel auf 2.108 m
Manchmal beginnt ein Abenteuer genau dort, wo man selbst noch nicht weiß, ob man es schaffen kann.
Für mich war die Wanderung auf die Rote Flüh im Tannheimer Tal genau so ein Moment.
Es war mein allererster Gipfel überhaupt.
Und deshalb werde ich diese Wanderung wahrscheinlich nie vergessen.
Ich bin Lenka, 44 Jahre alt, verheiratet, Mama einer Teenagerin und zu unserer Familie gehört auch unser Beagle.
Ich lebe in Füssen im Allgäu, mit den Bergen direkt vor der Haustür und dem märchenhaften Schloss Neuschwanstein ganz in der Nähe.
Berge gehören für mich inzwischen einfach zum Leben dazu – aber das war nicht immer so.
Noch vor einigen Jahren hätte ich wahrscheinlich nicht gedacht, dass ich irgendwann auf einem Gipfel auf über 2.000 Metern Höhe stehen würde.
Heute liebe ich es, draußen unterwegs zu sein. Zu Fuß, mit dem E-Bike oder einfach irgendwo in den Bergen, wo man den Kopf frei bekommt.
Hier findest du meine Tipps für die schönsten E-Bike-Touren rund um Füssen im Allgäu – mit traumhaften Seen, Bergen und Ausflugszielen.
Und weil Österreich von Füssen aus so nah ist, zieht es mich immer wieder ins Tannheimer Tal in Tirol.
Von Füssen nach Nesselwängle
Für diese Wanderung fahre ich von Füssen nach Nesselwängle im Tannheimer Tal.
Nesselwängle liegt in Tirol und ist ein beliebter Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen und Bergtouren im Tannheimer Tal.
Mein Ziel heute:
Rote Flüh – 2.108 Meter
Schon beim Aussteigen am Parkplatz bin ich ein bisschen aufgeregt.
Denn heute geht es für mich zum ersten Mal auf einen richtigen Gipfel.
Und ehrlich gesagt weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, was mich erwartet.
Der Aufstieg zur Roten Flüh beginnt
Noch etwas verschlafen und mit schweren Beinen starte ich gemeinsam mit meiner Freundin.
Der erste Abschnitt führt über Wiesen und durch schattige Waldstücke.
Der Weg steigt langsam, aber stetig an.
Ich merke schon nach kurzer Zeit:
Das wird heute kein Spaziergang.
Aber genau das gefällt mir.
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Aussicht.
Hinter uns wird das Tal immer kleiner und vor uns kommen die Berge immer näher.
Ich genieße diese Momente sehr.
Denn beim Wandern passiert etwas, was im normalen Alltag oft fehlt:
Man geht einfach weiter.
Schritt für Schritt.
Ohne ständig darüber nachzudenken, was als Nächstes erledigt werden muss.
Erste Pause am Gimpelhaus
Nach ungefähr 70 bis 80 Minuten erreichen wir das Gimpelhaus auf etwa 1.659 Metern Höhe.
Und natürlich brauche ich erst einmal eine Pause.
Ein Kaffee muss sein.
Ich setze mich hin, genieße die Aussicht und mache natürlich ein paar Fotos.
23.06.2026 - 08:32 - Gimpelhaus
Von hier aus sieht man bereits die beeindruckende Bergwelt rund um die Rote Flüh.
Der Gipfel ist noch nicht erreicht.
Aber ich bin schon ein gutes Stück höher als am Start.
Und langsam kommt dieses Gefühl:
Vielleicht schaffe ich das wirklich.
Jetzt wird es felsiger
Nach unserer Pause geht es weiter.
Und jetzt verändert sich der Weg.
Die grünen Wiesen bleiben langsam hinter uns und die ersten Felsen kommen näher.
Ich schaue nach oben und denke tatsächlich:
„Wie soll ich da bitte hinaufkommen?“
Für jemanden, der noch nie auf einem Gipfel war, sieht so ein Berg von unten manchmal ganz schön beeindruckend aus.
Aber wir gehen einfach weiter.
Nicht schnell.
Nicht mit Druck.
Einfach Schritt für Schritt.
Und genau das ist vielleicht das Wichtigste, was ich bei meinen ersten Bergtouren gelernt habe:
Man muss nicht alles auf einmal schaffen.
Ein kurzer Moment zum Innehalten
Auf dem Weg kommen wir an einer kleinen Gedenkstätte vorbei.
Hier wird es für einen Moment ganz ruhig.
Das Gipfelkreuz erinnert daran, dass die Berge wunderschön sind, aber trotzdem mit Respekt behandelt werden sollten.
Die Rote-Flüh-Wanderung ist keine einfache Spazierwanderung.
Es gibt felsige und steilere Abschnitte und teilweise auch drahtseilgesicherte Stellen.
Für mich war die Tour vor allem deshalb ungewohnt, weil es mein erster Gipfel war.
Ich habe mir Zeit gelassen und bin einfach in meinem Tempo weitergegangen.
Und genau das würde ich auch anderen empfehlen:
Nicht hetzen.
Auf den eigenen Körper hören.
Und die Berge mit dem nötigen Respekt genießen.
Der letzte Abschnitt zur Roten Flüh
Je höher wir kommen, desto beeindruckender wird die Aussicht.
Der Weg führt durch felsigeres Gelände und immer näher an die markanten Felswände der Roten Flüh.
Die letzten Abschnitte sind für mich definitiv die spannendsten.
Hier merke ich meine Beine inzwischen deutlich.
Aber gleichzeitig weiß ich:
Der Gipfel kann nicht mehr weit sein.
Vom Gimpelhaus bis zum Gipfel brauche ich ungefähr 1,5 Stunden.
Und dann sehe ich es endlich:
Das Gipfelkreuz.
Was für ein Gefühl!
2.108 Meter – ich habe es geschafft!
Als ich schließlich auf der Roten Flüh auf 2.108 Metern stehe, kann ich mein Glück kaum glauben.
Ich bin 44 Jahre alt.
Und das ist mein allererster Gipfel überhaupt.
Ich glaube, genau deshalb bedeutet mir dieser Moment so viel.
Es geht gar nicht darum, besonders schnell gewesen zu sein.
Oder darum, die schwierigste Tour geschafft zu haben.
Ich bin einfach unglaublich stolz auf mich.
Ich setze mich ins Gras, packe meine Brotzeit aus und genieße den Augenblick.
Und dann schaue ich mich um.
Dieses Panorama!
Wanderpause bei der Rote-Flüh-Wanderung im Tannheimer Tal mit Brotzeit
Vor mir liegt das wunderschöne Tannheimer Tal.
Die Berge, die grünen Hänge und die Felsen – alles wirkt von hier oben noch einmal ganz anders.
Besonders beeindruckend finde ich den Blick auf den Gimpel und die markante Köllenspitze.
Ich bleibe eine ganze Weile sitzen.
Kein Zeitdruck.
Keine Termine.
Nur Berge, frische Luft und dieses unglaubliche Gefühl:
Ich stehe tatsächlich auf meinem ersten Gipfel.
Genau für solche Momente liebe ich das Wandern.
Bei jeder meiner Wanderungen trage ich Kompressionsstrümpfe. Ich persönlich habe das Gefühl, dass meine Beine dadurch bei längeren Touren weniger schnell müde werden und sich am nächsten Tag besser anfühlen.
Der Abstieg
Und hier merke ich noch einmal deutlich, dass die Rote Flüh keine einfache Wanderung ist.
Beim Abstieg müssen einige felsige und steilere Passagen mit Drahtseilsicherungen bewältigt werden. Man sollte hier wirklich konzentriert gehen und sich Zeit lassen.
Gerade beim Abstieg finde ich solche Stellen teilweise sogar anspruchsvoller als beim Aufstieg, weil man den Untergrund gut im Blick behalten muss.
Die Drahtseile bieten an den entsprechenden Stellen zusätzliche Unterstützung. Trotzdem sind Trittsicherheit, festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit wichtig.
Ich bin langsam gegangen, habe mich an den Seilen festgehalten und jeden Schritt bewusst gesetzt.
Steiler felsiger Weg mit Drahtseilen beim Abstieg von der Roten Flüh im Tannheimer Tal
Nach dem Gipfelerlebnis machen wir uns langsam auf den Rückweg.
Der Abstieg führt uns zunächst zur Tannheimer Hütte.
Tannheimer Hütte - 1.760m
Dort machen wir noch einmal eine gemütliche Pause.
Nach den vielen Höhenmetern tut es richtig gut, kurz zu sitzen, etwas zu trinken und die Eindrücke der Tour auf sich wirken zu lassen.
Danach wird der Weg wieder einfacher und wir gehen weiter zurück Richtung Nesselwängle.
Und tatsächlich finde ich den Abstieg mindestens genauso schön wie den Aufstieg.
Immer wieder bleiben wir stehen, schauen zurück und genießen das Panorama.
Manchmal muss man sich beim Abstieg einfach umdrehen.
Denn auch hinter einem kann es wunderschön sein.
Als wir schließlich wieder am Auto ankommen, bin ich müde.
Aber vor allem bin ich stolz.
Mein erster Gipfel – und ganz sicher nicht mein letzter.
Rote Flüh - 2108m
Was ich bei dieser Bergtour dabei hatte
Für eine Bergtour wie die Rote Flüh würde ich persönlich nicht ohne vernünftige Ausrüstung losgehen.
Kompressionssocken trage ich bei meinen Wanderungen immer.
Gerade bei längeren Wanderungen gehören sie für mich inzwischen einfach dazu.
Meine Kompressionssocken für Wanderungen ansehen
Mein Wanderrucksack
Ein guter und bequemer Wanderrucksack ist für mich bei einer längeren Bergtour unverzichtbar.
Darin habe ich genügend Platz für Wasser, Brotzeit, Regenjacke, zusätzliche Kleidung und meine persönlichen Sachen.
Wichtig ist für mich vor allem, dass der Rucksack bequem sitzt und auch nach mehreren Stunden noch angenehm zu tragen ist.
Proteinriegel für unterwegs
Und natürlich darf bei mir auch ein Proteinriegel nicht fehlen. 😋
Bei längeren Wanderungen habe ich gerne einen kleinen Snack griffbereit.
Deshalb gehört bei mir meistens ein Proteinriegel zur Wander-Brotzeit.
Übernachten in Füssen – Luxus-Chalet statt Hotel
Wenn du die Rote-Flüh-Wanderung mit einem Aufenthalt im Allgäu verbinden möchtest, kann ich Füssen als Ausgangspunkt sehr empfehlen.
Von Füssen aus bist du schnell im Tannheimer Tal in Tirol und kannst gleichzeitig viele weitere Wanderungen, Radtouren und Sehenswürdigkeiten im Allgäu entdecken.
Für eine besondere Auszeit würde ich diesmal aber nicht unbedingt ein klassisches Hotel wählen.
Ganz in der Nähe der Füssener Altstadt gibt es die wunderschönen Ziegelberg Chalets.
Schon von außen haben mich die Chalets mit ihrer Kombination aus altem Holz, Naturstein und moderner Architektur angesprochen.
Innen erwartet dich viel Holz, eine hochwertige und gemütliche Einrichtung sowie eine private Wellnessatmosphäre.
Und genau das finde ich nach einer Bergtour besonders schön:
Tagsüber wandern – abends entspannen.
Chalet mit Pool, Sauna und Blick auf Schloss Neuschwanstein
Besonders spannend finde ich das Chalet Schlossblick.
Hier kannst du nach einem aktiven Tag in den Bergen im privaten Wellnessbereich entspannen und sogar einen privaten beheizten Außenpool genießen.
Das absolute Highlight?
Schloss Neuschwanstein anschauen, ohne aufzustehen.
Je nach Chalet kannst du die Aussicht auf die Umgebung direkt aus deinem Zimmer genießen.
Nach einer Wanderung auf die Rote Flüh stelle ich mir das einfach perfekt vor:
Bergschuhe aus.
Dusche.
Sauna.
Ein bisschen entspannen.
Und anschließend gemütlich ins Bett.
Ziegelberg Chalets in Füssen ansehen
Schloss Neuschwanstein – ein Highlight bei deinem Aufenthalt in Füssen
Wenn du schon in Füssen im Allgäu übernachtest, darf natürlich ein Besuch von Schloss Neuschwanstein nicht fehlen.
Das weltberühmte Märchenschloss liegt direkt bei Füssen und gehört für mich einfach zu einem Aufenthalt in dieser Region dazu.
Du kannst deinen Urlaub wunderbar kombinieren:
Wandern im Tannheimer Tal
Bergtouren in Tirol
Radtouren rund um Füssen
Schloss Neuschwanstein besuchen
Forggensee und Alpseen entdecken
Spaziergänge im Allgäu
Sauna und Wellness
Im privaten Pool entspannen
Genau diese Mischung aus Aktivurlaub, Bergen, Natur, Wellness und Sehenswürdigkeiten macht Füssen für mich zu einem perfekten Ausgangspunkt.
Noch mehr Berge: Seebensee & Drachensee
Wenn du – so wie ich – gerne in dieser Gegend unterwegs bist, lohnt sich auch ein Ausflug in die Tiroler Zugspitze Arena.
Eine meiner liebsten Touren dort führt zum Seebensee und weiter zum Drachensee und zur Coburger Hütte.
Der Seebensee liegt auf etwa 1.657 Metern, der Drachensee auf etwa 1.910 Metern.
Auch diese Wanderung gehört zu meinen persönlichen Highlights.
Seebensee & Drachensee – meine Wanderung in der Tiroler Zugspitze Arena
Wenn du schon einmal in Füssen oder im Tannheimer Tal bist, kannst du daraus wunderbar mehrere Tage Wanderurlaub im Allgäu und Tirol machen.
Mein Fazit zur Rote-Flüh-Wanderung
Die Rote Flüh war für mich nicht einfach nur eine Wanderung.
Sie war mein erster Gipfel.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich diese Tour so besonders in Erinnerung behalten werde.
Ich habe an diesem Tag gemerkt, dass man manchmal einfach anfangen muss.
Auch wenn man vorher denkt:
„Das schaffe ich bestimmt nicht.“
Vielleicht muss man gar nicht wissen, ob man es schafft.
Vielleicht reicht es manchmal einfach, den ersten Schritt zu machen.
Und dann den nächsten.
Und noch einen.
Bis man plötzlich oben steht.
2.108 Meter.
Mein erster Gipfel.
Und definitiv nicht mein letzter.
Meine Daten zur Rote-Flüh-Wanderung
Start: Nesselwängle, Tannheimer Tal, Tirol
Ziel: Rote Flüh
Gipfelhöhe: 2.108 m
Gimpelhaus: ca. 1.659 m
Parkplatz → Gimpelhaus: ca. 70–80 Minuten
Gimpelhaus → Gipfel: ca. 1,5 Stunden
Region: Tannheimer Tal, Tirol
Tour: anspruchsvolle Bergtour
Persönliches Highlight: Mein allererster Gipfel
Hinweis: Meine Gehzeiten sind persönliche Erfahrungswerte und können je nach Tempo, Pausen, Wetter und Wegbedingungen abweichen. Bei alpinen Wanderungen solltest du dich vor dem Start immer über die aktuellen Wegverhältnisse informieren und deine Ausrüstung sowie Kondition entsprechend anpassen.
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